

Klaus Birnstiel, Süddeutsche Zeitung
Eine große Liebe, gelebt gegen die ganze Welt: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, wo die beiden sich begegnen, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten sich für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Métro in Paris wieder begegnen. Alex Capus erzählt in seinem Roman mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von einer Liebe im Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein unerhört komisches Doppelleben führt. Léon und Louise sind ein unvergessliches Paar unserer Gegenwartsliteratur.
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Capus' Helden waren uneheliche Kinder gefallener Dienstmädchen, litten an bösen Stiefmüttern, fixen Ideen und körperlichen Gebrechen, sie mussten Hungersnöte, Kriege und Revolutionen überstehen. Trotzdem – oder gerade deshalb – zogen sie aus, die Welt zu erobern.
Das Berner Dienstmädchen Marie Grosholtz erlangte als Madame Tussaud Weltruhm. Der Neuenburger Jean-Paul Marat zettelte mit Danton und Robespierre die Französische Revolution an. Der Aarauer Uhrmachersohn Ferdinand Hassler vergrößerte die USA auf Kosten Kanadas. Ein Berner namens Pauli baute das erste lenkbare Luftschiff der Welt. Ein falscher Arzt namens Meyer befreite Griechenland vom Joch der Türken, und ein Glarner namens Zwicky schoss das erste von Menschenhand geformte Objekt in den Weltraum. Wie immer erzählt Alex Capus spannend und amüsant von Menschen, die zäh, geschickt und unbeirrbar zuversichtlich an ihre Fähigkeiten und Träume glauben, die Zeitläufe nutzen und sich durch Niederlagen und Fehlschläge nicht entmutigen lassen.
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1913. Drei Männer reisen im Auftrag des deutschen Kaisers an den Tanganikasee, um ein Dampfschiff wieder zusammenzubauen, das auf ihrer Werft in Norddeutschland gebaut und anschließend - in seine Einzelteile zerlegt - nach Deutsch-Ostafrika transportiert wurde. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, werden aus den am gegenüberliegenden Ufer stationierten Briten plötzlich Feinde. Keiner will, aber jeder muss Krieg führen, denn alle sind sie Gefangene ihrer Zeit … - Mit feinem Humor und illusionsloser Klarheit erzählt Alex Capus die Geschichte dreier Männer, die in den unerbittlichen Mahlstrom historischer Ereignisse geraten. Ein raffiniert komponierter, spannender Roman von großer Erzählkraft.
Die Auslandsrechte für "Eine Frage der Zeit" sind nach England, Norwegen, Israel, Japan, Griechenland und in die Niederlande verkauft.
Das Buchcover erhalten Sie über Susanne.Klumpp@knaus-verlag.de.
Chronik - Was geschah wann?
Rezension - von Henrik Flor - „Säbelrasseln am Tanganikasee“
Leseprobe - Eine Frage der Zeit
Sie hängten ihre Existenz an eine Idee, setzten diese mit unbeugsamem Willen um und begründeten überaus erfolgreiche Unternehmen. Doch wer waren diese Männer, die so bekannten Marken wie Maggi, Nestlé, Bally, Hoffmann-La Roche oder Lindt ihren Stempel aufdrückten? Zehn Männer des 19. Jahrhunderts, allesamt Erfinder, Pioniere und Tüftler. - Der große Erzähler Alex Capus zeichnet nach akribischer Recherche mit leichter Hand den Lebensweg dieser Gründerpersönlichkeiten nach, die durch ihr Wirken bis heute die Weltökonomie bestimmen.
Die Auslandsrechte für "Patriarchen" sind nach Bulgarien verkauft.
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Gibt es die Schatzinsel aus dem weltberühmten Roman von Robert Louis Stevenson wirklich? Diese Frage bewegt bis heute Millionen Leser und Heerscharen von beutehungrigen Abenteurern. Doch sie alle haben am falschen Platz gesucht. Davon ist Alex Capus überzeugt. Mit der Begeisterung eines Schatzsuchers und der Kombinationsgabe eines Detektivs erkundet Capus Stevensons Leben und verknüpft Legende und Wahrheit um die Insel der Piratenschätze. Und er bietet eine ebenso verblüffende wie einleuchtende Erklärung für die ewigen Misserfolge der Schatzsucher: Die Piratenbeute wurde ganz woanders versteckt – und Stevenson wusste, wo …
Die Auslandsrechte für "Reisen im Licht der Sterne" sind nach England, Brasilien, Spanien und Italien verkauft.
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2009
Alex Capus erzählt von seiner Heimatstadt Olten: von der Schönheit des Bahnhofs und dem Duft der Schokoladefabrik, von wilden Kerlen und bösen Mädchen, braven Bürgern und dem ganz alltäglichen Wahnsinn, der uns alle Tag für Tag am Leben erhält. Eine Liebeserklärung des großen Erzählers an die Kleinstadt – wobei klar ist, dass Großstädte wie Zürich oder Berlin "auch nichts weiter sind als zehn oder hundert Mal Olten hintereinander."
Olten: Knapp, 2009
2004
Alex Capus erzählt Geschichten auf seine ganz eigene Art: nahe am genau recherchierten Sachverhalt, aber mit der ihm eigenen Liebe zum Detail. Ein Band mit wahren Geschichten, die das Leben selbst schrieb - wie etwa die des Gärtnergehilfen Ernest Perron, der sich den Schah von Persien zum besten Freund auserwählte und im Schatten des Pfauenthrons zu Macht und Ansehen gelangte. Historische Miniaturen - eine Einladung zum genussvollen Schmökern!
Wien: F. Deuticke, 2004
2003
„… ein Lügner, Betrüger und Schläger von Kindsbeinen an, ein Faulenzer und Aufschneider und, spätestens ab dem sechzehnten Altersjahr, ein Wüstling.“ - Mit diesen wenig schmeichelhaften Charaktereigenschaften präsentiert Alex Capus die Hauptfigur seines Romans. Doch Harry, der „Kleinstadt-Casanova“, der vor seinen Gläubigern und seiner schwangeren Freundin nach Mexiko flüchtet, wird des Nichtstuns und der monotonen Gewalt der Tropen bald überdrüssig und kehrt halbwegs geläutert und mit guten Vorsätzen in sein Heimatland zurück …
Salzburg: Residenz, 2003
2002
Zwei arbeitslose Burschen, Kurt und Waldemar, machen sich im Winter 1933 auf den Weg von Wuppertal nach Indien. Um sich das Reisegeld zu beschaffen, verüben sie einen Banküberfall und erschießen dabei versehentlich den Filialleiter. Ihre Flucht endet bereits in Basel, denn Waldemar hat sich unsterblich in eine Schallplattenverkäuferin verliebt. Und deshalb kaufen die beiden jeden Tag eine Tango-Platte, so lange, bis das Geld aufgebraucht ist und ein erneuter Banküberfall notwendig wird …
Salzburg: Residenz, 2002
2001
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Fremde liegt so nah. Nach diesem Motto hat sich der Lokaljournalist Max Mohn bislang famos darum herumgedrückt, den provinziellen Nabel seiner Welt verlassen zu müssen, wenn man von seinem Ausflug in „Munzinger Pascha“ einmal absieht. Mohn fühlt sich einfach wohl in der mittelländischen Kleinstadt, während ihn schon ein Besuch in der Hauptstadt in Grundfragen des Seins stürzt: Hat er ES, das gewisse Etwas, das man offensichtlich braucht, um sich erfolgreich durchs städtische Leben zu schlagen? Der milde Trotz aus Bequemlichkeit, den Mohns Wesen verströmt, scheint den TV-Nachrichtenchef jedenfalls zu ermuntern, ihn aus einer guten Laune heraus anzustellen …
Salzburg: Residenz, 2001
1998
„Am Tag, an dem ich starb, machte ich einen Fehler“. So beginnt die Titelerzählung „Eigermönchundjungfrau". Der Erzähler bestieg in Olten den Zug nach Bern, das ja bekanntlich eine schmucke Stadt ist und einen Bummel unter den Lauben lohnt. Doch dem Besucher behagten die biedere Wohlanständigkeit der Berner sowie die mit Geranien überfrachteten Burgerhäuser mit den postkartengleichen Eigermönchundjungfrau im Hintergrund ganz offensichtlich nicht. Die Menschen erschienen ihm so glücklich und unerträglich froh, Berner zu sein. Dies brachte seine Darmgase in Wallung und ließ seinen Bauch so aufquellen, so dass es ihn schließlich in die Lüfte hob. Seither kreist er „tiefgefroren durchs All auf der Suche nach jenem Ort, der möglichst weit entfernt ist von Städten wie Bern".
Überarbeitete und erweiterte Neuausgabe von "Diese verfluchte Schwerkraft".
Zürich: Diogenes, 1998
1997
Werner Munzinger, ein Orientalistikstudent aus Olten in der Schweiz, zog es Mitte des letzten Jahrhunderts zum Studieren ins geheimnisvolle Kairo. Er vertauschte seinen Anzug bald mit der Dschellaba des Arabers und segelte im Auftrag einer Handelsfirma durchs Rote Meer bis nach Massaua im heutigen Eritrea. Von dort brach er ins Landesinnere des östlichen Sudans auf. Dabei ging er so geschickt vor, dass ihn die Ägypter zum Pascha ihrer neuen Provinzen machten, in der Hoffnung, dadurch ihre Grenzen nach Süden hin erweitern zu können. - Der junge Lokalredakteur Max Mohn, ebenfalls ein Oltner, ist heute fast ebenso gelangweilt vom Provinzleben wie damals Munzinger. Er beschließt nach Kairo zu reisen, Land und Leute kennenzulernen und im ägyptischen Nationalarchiv mehr über diesen Munzinger herauszufinden. Der Leser folgt Munzinger Pascha bei seinen strapaziösen Expeditionen ins unerforschte Innere Afrikas und Max Mohn bei seinen etwas weniger Kräfte zehrenden Abenteuern in unserer Zeit.
Zürich: Diogenes, 1997
1994
Der erste Band mit Erzählungen von Alex Capus, erschienen im Eigenverlag. Die darin enthaltenen Geschichten sind in „Eigermönchundjungfrau“ enthalten.
Olten: Editions des copains, 1994